vage ist die waage
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beitrag von: Georg
© andy urban
05 - hernalser hauptstrasse: gewogene Zeit
Die Zeit ändert alles / selbst Häuser und Wand macht auch die Fassade / uns gar unbekannt Die Läden mit Eingang / auf dem Trottoir wechseln noch schneller / samt dem Inventar Wer trotz wie ein Stein / dieser üblen Plage Doch ganz allein / die Personenwaage Gleich nach dem Sylvester / da fängt das Jahr an und bringt sicher auch / 'nen neuen Fahrplan All' sieben Wochen /wechselt man die Plakat' damit man versteht / was man gerne hat Wer bleibt stets gleich / ganz ohne Frage Macht niemanden reich / die Personenwaage Die Zeitung, die Zeitschrift, die Uhr vermessen die Tage und Stunden nur Wir hasten, rennen, lassen uns pressen anstatt zu erkennen haben vergessen Die Waage zeigt's doch klar im Licht Die Zeit allein hat kein Gewicht Die Automobile / sie rasen vorbei stinken und rauchen / und lärmen dabei von rechts und von links / wehen die Fahnen so nahen sich donnernd / zwei Straßenbahnen Da rufe ich doch an diesem Tage Es lebe mal hoch die Personenwaage
review von: rosa pock
eine ode an die personenwaage der recht pathetischen art, warum nicht? mir gefällt die idee sehr gut,
an die zukünftige vergänglichkeit zu erinnern; wie sie es schon von meinen kommentaren kennen, ist für
mich als minimalistin oft "weniger mehr".bitte überlegen sie sich auch noch einmal die reime ("hat" und "Plakat´" z.b.) und haben sie bei "trotz" das "t" vergessen? herzlich rosa pock