beitrag von: leofini
immer weiter
nachts wache ich jetzt öfter auf. allerhand gedanken gehen mir durch den kopf, allerhand gestalten tauchen mir auf. man könnte sagen, ich denke über mein leben nach. hab ich es gut gemacht? oder ist das zum jetztigen zeitpunkt die falsche frage, weil zu final? schließlich liege ich (noch) nicht auf dem totenbett, sondern hüpfe unter einem wolkenlosen himmel den weg meiner kindheit entlang. vögel gleiten an durchsichtigen fäden gehalten wippend über mich hinweg, das licht schneidet jeden grashalm, die giebel der häuser exakt aus wie ein laser und bringt die dinge zum leuchten: die stämme der buchen vibrieren silbern und ich denke, sie müssen sehr kostbar sein.
magische momente, sehnsuchtsaugenblicke, irrlichternde träume, die brücken schlagen von damals nach heute und ich frage mich, was hat mich gerettet? was konnte ich abstreifen wie eine poröse haut und neu finden und ist das gefundene ein gutes podest zum weiterleben, zum weitermachen, damit am ende auch wirklich alles alles gut wird?
review von: peter rosei
der zweite absatz - sehr schön. - wieso erzählst du nicht einfach mit deiner gewöhnlichen stimme? weshalb all diese metaphern - wie die vögel an den unsichtbaren fäden, das licht wie ein laser - das macht doch nichts besser. Sag es so einfach wie möglich, erzähl deiner inneren stimme nach - schlage ich vor.