beitrag von: alexandrafriewald
So ist es nie dazwischen
Was es ist wenn wir sind so ist es
nie dazwischen
sind wir alles nur
nicht du und ich
dein Mund und meine
Hände dieses Geschrei aus
Liebe wenn
es ist
ich schlag meine Augen zu
nur
du
review von: nora gomringer
Anklage an ein Du, das nicht bestimmt wird – außer in seiner unzureichenden Beziehung zum „ich“. Aber ein Lösen von diesem Du, das nichts vermag, ist auch nicht möglich. Vertrackt. Die Nähe ist keine echte, ist eine unbefriedigende, mit der Bürde der Hoffnung beschwert. Die letzte Strophe ist daher interessant. Instinktiv würde ich das „nur/du“ weglassen. Aber nach dem Zuschlagen der Augen ist das natürlich ein Träumen. Und träumen von der Besserung der Verhältnisse kann man ja immer. Ihre NG