beitrag von: trivialpoet
zwischen den ufern
… unsere Gedanken sind kaum mehr als wankende Planken einer schlingernden Fähre zwischen den Gestaden Eben und Fast, dem Aufflammen einem pfeilschnellen Gerade, das einem unvermittelt in die Magengrube fährt und die Perspektive ver-übelt, während Irrlichter den Horizont mit fiebernden Visionen und Prognosen färben, Tränken des beschworenen Glücks, des Untergangs, an dem sich die Menschen wie durstiges Vieh drängen, um Welt-Versicherung zu saufen, Erlösern und Missionaren, Scharlatanen und Blendern zu lauschen und mit verdorbenen Mägen von den Orakeln wegtaumeln, weil es am Ende immer an einem Ein-Löser mangelt ...
review von: alfred goubran
Ein Satz „zwischen den Ufern“, atemlos, bilderreich, poetisch, wütend, mit großer Verve vorgetragen. - Danke.
Unklar blieb mir: „dem Aufflammen einem pfeilschnellen Gerade“